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SKC Unterharmersbach vs. SV Geiseltal-Mücheln
Deutscher Pokal: Duell der Kleinstadt-Pioniere Am kommenden Samstag findet in Ludwigshafen auf der 12er Anlage des Classic Treffs das Final Four Turnier des Deutschen Pokals statt ... und der SKC Unterharmersbach ist dabei. Ebenfalls mit von der Partie ist der Deutsche Abo-Meister SKV RW Zerbst, von dem Nationalspieler Axel Schondelmaier letzte Saison wieder zurück zum SKC kam, die Chambtalkegler vom SKK Raindorf aus der 1. Bundesliga, mit denen man sich schon in der 2. Bundesliga auseinandersetzte, sowie die Wölfe vom SV Geiseltal-Mücheln, die als Zweitligameister für Unterharmersbach ein unbeschriebenes Blatt sind. Die Spieler werden bereits am Freitagabend die Anfahrt nach Ludwigshafen antreten, um am Samstagmorgen jeglichem Stress aus dem Weg zu gehen. Der große SKC-Tross wird sich dann am Samstag in der Früh in Richtung Metropolregion Rhein-Neckar in Bewegung setzen. Am Samstag werden die Halbfinalspiele ausgetragen, wobei die ersten Halbfinals um 10:30 Uhr und die zweiten Halbfinals um 13:00 Uhr angesetzte sind. Es spielen jeweils die Frauen und Männer auf jeweils 6 Bahnen die Finalisten aus. Die Losfee wollte es so, dass der SKC Unterharmersbach um 10:30 Uhr das erste Halbfinale gegen den SV Geiseltal-Mücheln ausspielt. Der Meister der 2. Bundesliga Nord/Ost besteht aus einem sehr erfahrenen Kader welche schon jahrelange Erst- sowie Zweitligaerfahrung aufweisen können. Mit Sven Tränkler, Andreas Kühn sowie Harald Fechner haben sie Deutsche Einzelmeister in ihren Reihen die ebenso wie Andreas Fritsche in der Nationalmannschaft, teilweise auch noch in der DDR Auswahl bei Männer und Junioren aufliefen. Zusammen mit Matthias Noack, der schon seit Jahren auf höchstem Niveau spielt, ist das eine eingeschworene Truppe. Unterharmersbach mit den Topsielern Pascal Dräger, Axel Schondelmaier und Frédéric Koell wird jedoch alles daran setzen um ins Finale vorzudringen. Auch Markus Wacker, Maurice Sobott und Wolfang Bollack haben in der Saison gute Leistungen gezeigt und auch in entscheidenden Spielen Moral bewiesen. Mit Michael Lehmann, Steffen Steiert und Stefan Reinle steht der Kader breit aufgestellt komplett im Finalturnier. Teamcoach Michael Lehmann, verantwortlich für die taktische Ausrichtung der Mannschaft, muss dieses Mal „ins Blaue“ aufstellen. Denn beide Mannschaften positionieren ihre Spieler, anders wie in den Saisonspielen, in Unkenntnis der gegnerischen Positionen. So wird es nicht nur die Nervenstärke und die Tagesform sein, welche über Sieg und Niederlage entscheiden, sondern auch wie sich die jeweiligen „Pärchen“ zusammensetzen. Der Sieger wird am Sonntag um den Deutschen Pokal spielen, der Verlierer tritt vorher im kleinen Finale um Platz drei an. Eine kuriose Vorgeschichte hat das Halbfinale allemal, den die Städte Mücheln und Zell am Harmersbach, von dem Unterharmersbach ein Ortsteil ist, sind zwei der acht Gemeinden welche für das bundesweite Projekt „Potenziale von Kleinstädten in peripheren Lagen“ vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung ausgewählt wurden. Die beiden Bürgermeister, Zells Günter Pfundstein und Müchelns Andreas Marggraf, waren darüber sehr erfreut, dass ein weiteres Aufeinandertreffen der Gemeinden, außerhalb des Kleinstadt-Projekts, stattfindet und geben sich in ihren Statements brüderlich-kollegial: Zells Bürgermeister Pfundstein wird das Halbfinale in Ludwigshafen vor Ort anschauen: „Dem SKC Unterharmersbach wünschen wir am kommenden Wochenende viel Erfolg im Final-Four-Turnier des Deutschen Kegelpokals. Vielleicht schaffen wir bzw. der SKC die Sensation und können um den Sieg mitspielen. Im ersten Spiel stehen sich Zell und Mücheln (Sachsen-Anhalt) gegenüber. Zwei Kleinstädte, die derzeit in einem gemeinsamen Projekt des Bundesbauministeriums zusammenarbeiten. Das allein ist eine unglaubliche Geschichte. In einem sportlich fairen Wettkampf werden beide Mannschaften den Sieger ausspielen, der die einmalige Chance haben wird, den Deutschen Kegelsport vielleicht sogar international vertreten zu dürfen. Dem SKC-Unterharmersbach wünsche ich viel Erfolg und "GUT HOLZ". Müchelns Bürgermeister Marggraf setzt natürlich auf seine Wölfe: „Geiseltaler Wölfe zum Final Four: Am kommenden Wochenende fahren die Geiseltaler Wölfe aus Mücheln zum DKBC-Pokalfinale nach Ludwigshafen-Oggersheim. Die Geiseltaler haben sich das erste Mal für das Final Four qualifiziert und treffen im ersten Halbfinale auf den Südbadischen Meister und Aufsteiger in die 2.Bundesliga Süd-West, den SKC Unterharmersbach. Interessanter Weise sind die Städte Mücheln und Zell am Hamersbach in einem Forschungsprojekt des Bundes für Kleinstädte gemeinsam aktiv. Mit dem Pokalfinale geht die Saison der Geiseltaler Wölfe zu Ende. Nach dem verpassten Aufstieg in die 1. Bundesliga wäre ein gutes Abschneiden beim Pokal noch ein versöhnlicher Abschluss für die Geiseltaler Wölfe. Ich wünsche meinen Wölfen viel Erfolg und Gut Holz!“ Im zweiten Halbfinale treffen dann um 13:30 Uhr die beiden Erstligisten Zerbst und Raindorf aufeinander um den zweiten Finalisten zu ermitteln. Bei den Frauen haben sich SKC Victoria Bamberg, ESV Pirmasens, KV Liedolsheim und SKK 98 Poing für die Finalrunde qualifiziert. Auch „Bernd Siegesmund Bodenbeläge“ freute sich über die Qualifikation des SKC Unterharmersbach zum Deutschen Finale. Er drückt dem SKC Unterharmersbach die Daumen und unterstützt die 1. Mannschaft mit einer Kugelspende. Bei der Übergabe kommentierte der 1. Vorsitzende das Halbfinale so: "Die Geiseltaler Wölfe sind "alte" Füchse, die Wissen wie der Hase läuft! Doch wir werden auf der Hut sein und wie immer alles für unseren Erfolg geben!" Bild: Rechts: Bernd Siegesmund übergibt obligatorisch eine Kegelkugel und Markus Wacker hofft, dass der SKC am Wochenende damit einen Volltreffer landet.
SKK Raindorf vs. Rot Weiß Zerbst
Jedes Team mit Zerbstern bestückt Der „Pott“ muss mal wieder an die Nuthe. Ab morgen wollen die Kegler des SKV Rot-Weiß Zerbst den letztmalig 2014 gewonnenen DKBC-Pokal endlich wieder einmal in die Stadt des 13-maligen deutschen Meisters holen. Doch dazu heißt es, sich als Team letztmalig in dieser Saison noch einmal voll zu konzentrieren. Denn der Pokal-Wettbewerb ist nicht gerade das „Lieblingskind“ der Rot-Weißen. „Für mich ist die Meisterschaft als Türöffner für die internationalen Wettbewerbe immer das Wichtigste“, ordnete SKV-Teamchef Timo Hoffmann den Wettbewerb ein. „Aber in unserer Titelsammlung würde er sich dann schon sehr gut machen.“ Im letzten Jahr wurde dieser Wettbewerb wegen rechtlicher Probleme mit der Sportordnung mitten im Jahr ausgesetzt. Im Jahr davor schnappte der KC Schwabsberg den Zerbstern in einem spannenden Finale den Pott direkt vor der Nase weg. Das soll in diesem Jahr anders werden. Zwar ist Schwabsberg nicht mehr dabei, doch morgen geht es im Halbfinale ab 13.30 Uhr im Classic-Treff in Ludwigshafen-Oggersheim erneut gegen einen Bundesliga-Konkurrenten. Mit den Chambtalkeglern aus Raindorf ist kein Geringerer als der Meisterschaftsvierte und zweimalige Bamberg-Bezwinger der Gegner im Kampf ums Finale. Im letzten Saisonspiel hielt die sympathische Truppe um den Ex-Zerbster Radek Hejhal und den tschechischen Nationalspieler Milan Svoboda lange Zeit mit dem Meister mit, ehe der Zerbster Teamchef Timo Hoffmann mit fantastischen 711 Kegeln die Entscheidung herbeiführte. „Klar ist zu diesem Saison-Zeitpunkt schon etwas die Luft raus. Für unsere Gegner geht es aber um sehr viel. Immerhin um die Teilnahme an internationalen Wettbewerben. Die werden alle sehr motiviert an die Sache gehen“, zeigt Hoffmann auf, dass die Rot-Weißen jedenfalls Wettbewerb und Gegner absolut ernst nehmen. Das wird schon allein daran ersichtlich, dass in Friedrichshafen der gesamte Kader auflaufen wird. „Unsere fünf WM-Fahrer stehen voll im Training, sind mit Sicherheit topfit“, zeigt sich der Spieler und Nationaltrainer optimistisch. Ebenfalls mit dabei ist Manuel Wassersleben aus dem zweiten SKV-Team, der ja mit seiner Leistung in den ersten Pokalrunden mit zum Einzug ins Final Four beigetragen hatte. „Manuel hat sich eine Teilnahme hier absolut verdient. Er hat Engagement und Leistung gezeigt“, hofft der Zerbster Kapitän auch in Ludwigshafen auf den starken „Ersatzmann“. Im zweiten Halbfinale am Vormittag steht mit Axel Schondelmaier, der mit seiner neuen Mannschaft, SKC Unterharmersbach, den Titelverteidiger KC Schwabsberg aus dem Rennen warf, ebenfalls ein ehemaliger Zerbster Leistungsträger und Nationalspieler auf den Bahnen. Nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga will er mit seinem Team nun sogar den Sprung in die internationalen Wettbewerbe schaffen, denn der Pokalsieger darf am NBC-Pokal teilnehmen. Wenn Zerbst gewinnt, steht dieses Recht dem zweiten Finalisten zu. Der Gegner ist allerdings mit dem Zweitliga-Meister der Nord-Ost-Staffel, dem SV Geiseltal Mücheln mit Sven Tränkler, auch kein Fallobst. Wie auch die Ergebnisse in den Halbfinals lauten werden, in allen Mannschaften spielen aktuelle oder ehemalige Zerbster und Nationalspieler. Also für gutklassigen Sport ist auf alle Fälle gesorgt. Und vielleicht steht ja nach dem sonntäglichen Finale (Start 12 Uhr) der „Pott“ mal wieder an der Nuthe. Zu wünschen wäre es den Rot-Weißen, bei denen sich schon fast alle Spieler auf die Einzel-Weltmeisterschaft in Cluj (ROM) vorbereiten, auf alle Fälle.